Glücklich sein – Ziel oder Weg?

Jeder von uns will glücklich sein. Glücklich sein kommt noch vor schön sein, reich sein, berühmt sein.

Doch für jeden von uns ist Glück etwas anderes. Für die einen ist es Glück, wenn das Auto durch den TÜV kommt. Für die andere ist Glück, wenn der Typ von letzter Woche endlich anruft. Der nächste verbindet mit Glück die Geburt des ersten Kindes, der andere ist glücklich, wenn der Hefekuchen gelingt.

Einig sind wir uns darin, dass Glücklichsein ein Gefühl ist. Eine Stimmung, eine wunderschöne Emotion.

Warm, weich, beschützend, innig, eng, fest, liebevoll, wertschätzend, aufgehoben, sicher, und, und, und.

Glück ist nicht gleich Glück

Und da Glück eine Stimmung, eine Emotion ist, ist es auch für jeden so verschieden. Denn jeder von uns empfindet anders. Wenn ich vor Glück weine, heißt das noch lange nicht, dass du ebenso gerührt und glücklich bist und dir die Seele aus dem Leib schluchzt.

Wenn du vor Glück Luftsprünge machst, bleibe ich vielleicht ganz cool sitzen und denke mir: „Was hat der denn heute geraucht?“

Du siehst, das universelle Glück gibt es nicht.

Glücklichsein ist ein Maßanzug. Unglücklich sind jene, die den Maßanzug eines anderen tragen wollen. (Karl Böhm)

Da steckt schon mal die wichtigste Botschaft drin: Glücklichsein kann man nicht passiv erreichen. Geschenkt bekommen. Oder abkupfern. Glück entsteht durch dein Handeln und durch deine Gedanken.

Du musst also aktiv etwas tun, um glücklich zu sein. Dir dein Glück machen, gestalten und nicht warten, bis es dir jemand auf dem Silbertablett serviert.

Die zweitwichtigste Erkenntnis ist, dass Glück nichts mit Geld oder Macht oder Prestige zu tun hat. Eine beruhigende Erkenntnis für die meisten von uns, oder?

20 Tipps für dein Glück

Für alle, die heute und auch danach gerne glücklich sein wollen und das aktiv angehen möchten, habe ich hier 20 einfache und verlässliche Glückshelferlein ausgewählt. Du kannst sie dir alle geben, für die geballte Ladung Glück sozusagen.

Oder du wendest sie häppchenweise an. Wie auch immer du damit umgehst, sie werden dich glücklich(er)machen

  1. Bleibe beim Aufwachen noch zwei, drei Minuten liegen und freue dich, dass du aufgewacht bist.
  2. Sag deinem Herz, deiner Lunge, deiner Leber und deinen übrigen Organen Danke, dass sie in der Nacht gut für dich gearbeitet haben. Und spüre tief in dir, was sich tut.
  3. Wenn die Sonne scheint, gehe ans offene Fenster und begrüße den Tag mit einem Lächeln und mit ein paar tiefen Atemzügen. Wenn sie nicht scheint, tue es trotzdem.
  4. Gehe ganz bewusst mit bloßen Füßen über den Fußboden und spüre nach, wie er sich anfühlt. Glatt, weil Parkett; flauschig, weil Teppich?
  5. Mache beim Zähneputzen 10 Kniebeugen, so tief wie du kannst.
  6. Bereite dir ein Glas warmes Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone zu und genieße den frischen Duft des Zitronensaftes.
  7. Trinke es in deinem Lieblingssessel langsam und bewusst aus. Rolle deine Beine ein und genieße die behagliche Haltung.
  8. Nimm dir Stift und Papier und 10 Minuten und plane deinen Tag.
  9. Genieße deine Körperpflege bewusst und freue dich, dass dein Körper für dich da ist. Du dich auf ihn verlassen kannst.
  10. Wenn du frühstückst, tue es bewusst. Esse die Lebensmittel, die dir gut tun oder die du einfach magst. Und wenn du zwei buttrige Croissants essen möchtest, dann mache dir kein schlechtes Gewissen. Esse sie genussvoll.
  11. Achte auf dem Weg zur Arbeit auf Dinge, die schön sind: die Blumendekoration am Blumenladen, die frische Gemüseauslage vor dem Bioladen, die hüpfende Kleine an der Hand ihres Vaters auf dem Weg zum Kindergarten oder das ältere Pärchen auf der Sitzbank neben dir, das sich vertraut unterhält.
  12. Wenn du an einem Schaufenster vorbei kommst, dann lächele der Frau, dem Mann zu, der dir entgegenblickt. Das bist nämlich du, auf dem besten Weg zu einem glücklichen Tag.
  13. Kauf dir einen klitzekleinen Blumenstrauß oder ein Gimmick für deinen Schreibtisch. Den pinkfarbenen kleinen Tiger aus dem 1 Euroshop vielleicht?
  14. Mache deiner Kollegin, deinem Kollegen gleich bei der Ankunft im Büro ein Kompliment. Und freue dich über ihr oder sein verdattertes Gesicht.
  15. Laufe die Treppen zu deinem Büro hoch und nimm nicht den Fahrstuhl und freue dich über die Kalorien, die du dabei verbrauchst. Schon mindestens ein Drittel des Croissants ist verbrannt.
  16. Betrachte deine Arbeit heute erst recht von der positiven Seite. Wem tust du damit etwas Gutes? Für welche übergeordnete Sache ist sie wichtig? Weshalb ist es gut, dass gerade du sie tust?
  17. Jedes Mal, wenn du auf der Toilette bist, lächele dir im Spiegel zu und denke innerlich: „Ich bin wirklich eine sympathische Frau, ein sympathischer Mann. Und ich bin beliebt. Und heute bin ich glücklich.“
  18. Für den Feierabend nimm dir etwas Schönes vor: den Besuch im Sportstudio, den Kinobesuch mit deiner Freundin, den Kegelabend mit deinen Kollegen. Oder du gehst in die Sauna oder kochst etwas Leckeres für deine Familie. Wenn du Single bist kochst du dir auch etwas Leckeres. Etwas extra Leckeres sogar.
  19. Oder du gehst shoppen. Kaufst dir endlich den tollen Pulli oder stöberst im Baumarkt. Jeder, nach seinem Geschmack.
  20. Vor dem Schlafengehen ziehst du kurz Bilanz: „Was war an meinem Tag heute wirklich gut? Worauf bin ich stolz? Wofür dankbar? Was hat mich glücklich gemacht?“

Memorys of Happiness

Ich empfehle dir, ein Dankbarkeitstagebuch zu führen. Jeden Abend kommen hier fünf Dinge rein, für die du heute dankbar warst und die dich glücklich gemacht haben.

Und wenn du jetzt sagst, „so viele glückliche Momente habe ich nie an einem Tag“, dann antworte ich dir: „Doch, du hast sie. Du hast sie bis heute nur nicht beachtet.“

Weil die meisten von uns Glücklichsein passiv konsumieren wollen, statt aktiv für ihr Glück etwas zu tun. Deshalb fang‘ an, gleich heute.

Feel good. Be happy.

Hast du noch mehr Glückstipps, die du dazuzutun kannst. Verrate sie uns doch in deinem Kommentar.